Lieblingsschokoladen

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Schokolade und vegane Ernährung – für mich irgendwie ein nach wie vor schwieriges Thema. Meine erste vegane Schokolade war eine Reismilch-Schokolade, die ein Freund aus dem Regal irgendeines Biomarktes gekramt hatte. Ich war noch nicht vegan und fand sie irgendwie nicht so gut.

Man muss wissen: Ich war immer sehr wählerisch, was Schokolade angeht. Nach wie vor bin ich der festen Überzeugung, dass ich mindestens zwei Jahre meines Lebens einer handfesten Milka-Sucht unterlag, die mich dazu gebracht hat, teilweise mehr als eine Tafel pro Tag zu verzehren (Kuhflecken, Luflee oder Alpenmilch).
Irgendwann hat meine Schwester angefangen bei einer sehr feinen Konfiserie zu arbeiten und ab diesem Punkt habe ich eigentlich nur noch diese Schokolade verzehrt, weil sie einfach feiner, leckerer und irgendwie… einfach anders, besser war. Vollmundiger, milchiger, ich weiß es bis heute nicht genau, was ich an dieser Schokolade fand.

Aber: Als ich vegan geworden bin, hieß das natürlich auch, auf all diese Schokolade und ihre unterschiedlichen Geschmäcker, Füllungen, usw. und auf alle Pralinen zu verzichten. In Ordnung, wenn man vegan wird, sollte man sich darüber durchaus im Klaren sein und ist man ja meistens auch.
Die Suche begann. Dank eines sehr guten Freundes von mir, der bereits seit Jahren vegan lebt, habe ich relativ schnell gute Schokoladen kennengelernt, die nicht so dunkel sind, auch wenn sich mein Verhältnis zu Zartbitter sehr gebessert hat seit ich vegan lebe.
Aber was hat so ein veganer Schokomarkt eigentlich zu bieten? Überraschend viel, hat sich mit der Zeit gezeigt:

Großartig finde ich die Tafeln von iChoc. Meine Lieblingssorten sind Super Nut und die Milchschokolade, aber auch Cookies, White Nougat und White Vanilla Cream kann ich nur wärmstens empfehlen. Diese Schokoladen sind genau richtig gesüßt und haben die perfekte Konsistenz: Sie zergehen nämlich auf der Zunge! Ich habe mal versucht, mit der Milchschokolade ein Schokofondue zu machen… Davon rate ich ab, sie wird nicht wirklich gleichmäßig flüssig und erreicht nicht die richtige Konsistenz. Aber zum so pur in sich hineinsnacken sind diese Tafeln ganz optimal!

Ein weiterer großer Hammer ist für mich auf jeden Fall die Nirvana Vegan von Rapunzel. Sie besteht aus Reismilch und enthält eine leckere Praliné-Füllung, schmeckt süß, eher nach heller Milchschokolade und auch bei dieser zeigt der auf-der-Zunge-zergeh-Daumen weit nach oben. Sie ist etwas weicher und milder, als die iChoc-Sorten, das liegt aber auch daran, dass sie eben diese leckere Füllung in sich hat. Leider ist sie so teuer, dass ich sie mir eher selten leisten kann, aber vermutlich liegt das auch daran, dass sie Fairtrade ist. Mit dieser Schokolade hat Rapunzel jedenfalls meiner Meinung nach eine Perfektion der Reismilch-Schokolade geschaffen!

Wer auf gefüllte Schokoladen steht, sollte sich auch mal das vegane Zotter-Angebot ansehen. Da gibt es ganz leckere Nougat-Variationen, Haselnussnougat, Sesamnougat, Kokosblütennougat, usw. Probiert habe ich die Gojibeeren in Sesamnougat und die Ayurveda Genusskur, die waren höchst deliziös, auch wenn ich kein großer Fan von getrockneten Früchten in Schokolade bin. Deren Schokoladen bestehen eigentlich größtenteils aus der Füllung, die von einer dünnen Schicht Schokolade umhüllt ist, was aber ein total leckeres Verhältnis ist. Auch diese Schokoladen haben stolze Preise, weil Zotter Wert auf fairen Handel legt. Aber besonders als Geschenke oder kleine Gönnungen für sich selbst lohnen sich die Tafeln wirklich!

Die Königsdisziplin der Schokoladenproduktion ist für mich die Herstellung von Pralinen. Wer vegane Pralinen gut kann, hat bei mir von vorneherein einen Stein im Brett und ich denke, dass vegane Pralinen in einer befreiten Gesellschaft definitiv ein Grundnahrungsmittel darstellen sollten…
Für mich ist da das Höchste Booja-Booja. Zwei Sorten, mit denen man mich immer glücklich macht: Raspberry Chocolate Truffles und – weil Karamell das Beste ist, was Essen zu bieten haben kann: Almond & Sea Salt Caramel Chocolate Truffles. Diese Trüffel haben einfach alles, was es braucht: Eine hauchdünne Schokoschicht, die mit feinem Kakao bestäubt ist und innen… Wenn ich in so eine Praline beiße, muss ich immer an den Film Ratatouille denken, der definitiv die beste Visualisierung für mein Gefühl gefunden hat, als die kleine Ratte in einen ganz feinen Käse beißt und um sie herum kleine Explosionen stattfinden.

Leider war diese Auflistung auch klimaktisch in Bezug auf die Kosten. Für vegane Schokolade zahlt man immer noch ziemlich viel im Vergleich zu industriell hergestellter Kuhmilchschokolade und oft gibt es dafür ja auch driftige Gründe. Aber falls ihr mal ein paar Euros übrig habt, gönnt euch irgendwas von dem oben Empfohlenen, legt euch damit ins Bett und lasst euch die Schokolade ganz in Ruhe auf der Zunge zergehen. Ich hoffe, es geht euch danach genauso wie mir.

PS: Ich bin momentan auf der Suche nach einer leckeren veganen hellen Kouvertüre. Wer Ideen hat oder Erfahrungen mit der Vivani-Kouvertüre hat, möge Bescheid geben.

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