Vegan in Hamburg

Meine Zeit in Hamburg ist seit drei Wochen vorbei. In den zwei Monaten war ich mit vielem beschäftigt, oft mit Dingen, die das RiotSqrrrl* betreffen. Und das war super!
Wenn ich aber nicht geschrieben, auf Social Media abgehangen, Hamburg angesehen, Serien geschaut oder gearbeitet habe, war ich den Großteil meiner Zeit essen. Weil es in Hamburg im Gegensatz zu München vegane Essensmöglichkeiten gibt, die man nicht an zwei Händen abzählen kann, sammle ich hier nur ein Best Of meiner Erfahrungen, aus dem leider tolle Restaurants rausfallen werde, die ich ganz unten zumindest auflisten werde, um auf sie hinzuweisen, weil sich auch diese echt lohnen!

Ich beginne mit der Mahlzeit des Tages, die über meinen weiteren Tag (zumindest am Wochenende) entscheidet: Dem Frühstück. Als mich drei Freundinnen aus München besucht haben, sind wir gemeinsam ins Mamalicious gegangen. Ich hab meinen Magen mal wieder überschätzt und mir sowohl einen Bagel als auch die veganen Pancakes bestellt (nur, damit ich dann auch über beides ein Urteil fällen kann). Nach dem Essen habe ich überlegt, wie ich am besten ins Mamalicious ziehen kann und jeden Tag so ein Frühstück serviert bekomme ohne, dass es jemand merkt. Was meine Erfahrung dort am besten beschreibt, ist, glaube ich, einfach nur „Scheiße geil!“. Die Pancakes waren perfekt, der Bagel war perfekt, alles perfekt!
Aber: Wenn ihr dort essen wollt, macht es nicht so wie ich und ein Freund das erste Mal: Sonntag 11 Uhr, „Yo, lass ma zu Mamalicious gehen“. Nein, läuft nicht, denn: Dass das Mamalicious leckeres Essen hat, ist bekannt, deshalb empfiehlt es sich am Wochenende wirklich kurz nach Öffnung anzutanzen, damit man einen Platz bekommt.

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Für das RiotSqrrrl* war das Frühstück oft von einem Eissnack gefolgt, den man am besten in der Eisbande oder im Liberty (davon gibt es sogar zwei Filialen in Hamburg!) zu sich nimmt. Schade bei der Eisbande ist, dass man kein rein veganes Angebot vorfindet. Man steht dann vor der Eistruhe und möchte gerne das leckere Cheesecake-Rhabarber-Eis essen, das aber leider nicht vegan ist. Und man fragt sich: Diese Leute waren fähig das weltbeste Schniggers-Eis zu erfinden, wieso machen sie nicht nur veganes Eis, sodass ich veganes Cheesecake-Rhabarber-Eis essen kann? Deshalb, großer Pluspunkt ans Liberty: Rein veganes Angebot, das außerdem neben Eis auch noch unglaublich tolle Kuchen und Torten anbietet (Stichwort: Himbeer-Sahnetorte und Donauwelle). Zwei Eissorten, die man dort dringend schmausen sollte: Salted Peanut Caramel und White Chocolate Cocanut!

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Wer brunchen will, sollte das bei Vincent Vegan tun. Ich war dort sonntags zu Gast und vollkommen überwältigt von dem Angebot. Am Ende habe ich mich zwar geärgert, weil weniger in meinen Magen gepasst hat, als ich wollte, aber trotzdem war ich total happy dort gewesen zu sein. Es gibt Süßes, klassisches Frühstücksangebot, aber auch pikante Salate und Snacks, man kann dort easy mindestens zwei Stunden sitzen und essen. Allerdings sollte man eben aufpassen, nicht zu schnell zu essen, sonst ist leider der Bauch voll, wie bei mir.

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Besonders nachmittags bietet sich das Happenpappen für einen Besuch an. Dort gibt es jeden Tag frische Kuchen und Torten, köstlichen Kaffee und einige leckere Sandwiches und Snacks. Ich habe mich dort vor allem dank der wundervollen Einrichtung sehr wohl gefühlt, außerdem waren die Mitarbeiterinnen einfach richtig herzlich und supernett. Dann waren dort auch noch Kuchen und Torten, die man sonst nicht mal so eben findet, was mir zusätzlich gefallen hat, weil ich Neues probieren konnte. Also: Happenpappen würde ich definitiv als ein Muss sehen.

Bei Lust auf deftige Mahlzeiten ist es für mich wirklich schwer, mich auf die wichtigsten Orte zu beschränken. Auf keinen Fall fehlen sollte die Pizzabande, denn sie ist einfach der Hammer! Es gibt vegane Pizzavarianten mit veganem Käse und man stellt sich seine Pizza selbst zusammen. Und das allerbeste an der Pizza war der Teig: Ich bin bei Teig eher wählerisch, er darf nicht zu dick sein, nicht angebrannt schmecken, muss aber braun und knusprig, dafür aber nicht labberig sein. Und der Pizzabande-Teig ist perfekt, ganz einfach.

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Was Burger angeht ist das Grilly Idol für mich ungeschlagen. Einfach Hammer Burger mit Pommes (übrigens auch die besten Süßkartoffelpommes, die ich in meinem Leben je gegessen habe) und richtig tollen veganen Soßen dazu – ich empfehle die Haussoße! Die Burger waren nicht labberig und sind nicht zerfallen, was für mich schon mal die halbe Miete ist. Geschmacklich waren sie große Klasse, weil der Patty knusprig war, ebenso das Brot und auch die sonstigen Beläge frisch und perfekt geschmeckt haben.

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Ein weiterer bekannter Burgerplace ist das Saints & Sinners, wobei ich zugeben muss, dass mich dort viel mehr das vegane Schnitzel mit Pommes vom Hocker gerissen hat, weil es unbeschreiblich gute Auberginen-Schnitzel waren. Großartig war das dort!

Ähnlich großartig war es bei Jim’s Burrito, die seit meinem letzten Besuch scheinbar umgebaut hatten. Ich habe an der Bar einen deliziösen Burrito mit Käse und allem möglichen anderen (außer Koriander, denn der schmeckt für mich wie Seife) gegessen und hätte sogar beinahe in Kauf genommen zu platzen, um aufessen zu können. Der Burrito war durch und durch mit tasty Sachen gefüllt und die Tasche war schön kross. Jim’s Burrito ist also auch auf jeden Fall einen Besuch wert!

Und zuletzt gab es da noch Foxy Food in der Schanze: Ich war mindestens acht Mal dort, denn es ist ewig offen, es gibt Hammer Pommes und diese sogar mit veganer Mayo. Göttlich war das… Es gibt dort auch anderes veganes Fastfood, das ich aber leider nie probiert habe, weil ich immer Pommes mit Mayo essen wollte. Wer also von einer Party heimkommt und noch essen will oder wen es sonstwie in die Schanze verschlägt: Esst Foxy Food!

Das Leaf in Hamburg muss eigentlich nochmal gesondert erwähnt werden, da es vollkommen anders funktioniert, als die anderen hier aufgezählten Restaurants. Es ist ein Feinschmeckerrestaurant gehobener Preisklasse, mit kleinem Menü, alles rein vegan. Ich hatte das Glück, dorthin eingeladen zu werden, ansonsten wäre das nicht im Rahmen meines Budgets gewesen. Wenn man dort Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise isst, ist man 40 Euro los, eine Hauptspeise kostet dort so um die 20 Euro. Das Essen ist dein Preis absolut wert, würde ich sagen, ich habe dort wirklich ganz anders gegessen, als ich sonst esse. Hier nochmal ein großes Danke an diejenigen, die mich dorthin eingeladen haben.

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Und zuletzt eine Nachricht, die ich sehr bedauere: Ich hatte mir gewünscht, euch das Backbord ans Herz legen zu können, aber das macht leider Ende Oktober zu. Mich macht das sehr traurig, ich war dort bestimmt drei Mal essen und jedes Mal war es ein Schmaus. Die Leute dort waren cool, die Einstellung des Ladens auch und ich hab mich total aufgehoben und wohlgefühlt. Insofern ein dickes Danke an die Leute, die den Jahren so lange gemacht haben und mein tiefstes Bedauern, dass er nicht mehr dort sein wird, wenn ich das nächste Mal zu Besuch komme.

Und nun noch meine kurze Liste mit weiteren Empfehlungen:

  • Slim Jim’s (Pizza)
  • Feldstern
  • Pink Ribbon Cupcakes (bieten meist zwei vegane Sorten an)
  • Café Saltkråkan
  • Kombüse (Burrito)
  • Falafelstern
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Ein Kommentar zu „Vegan in Hamburg

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